{"id":4609,"date":"2019-10-10T12:01:50","date_gmt":"2019-10-10T10:01:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ecr-inst.com\/?p=4609"},"modified":"2021-05-04T09:29:08","modified_gmt":"2021-05-04T07:29:08","slug":"prof-tania-singer-achtsamkeit-mindfulness-mitgefuehl-und-andere-formen-der-meditation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ecr-inst.com\/de\/prof-tania-singer-achtsamkeit-mindfulness-mitgefuehl-und-andere-formen-der-meditation\/","title":{"rendered":"Prof. Tania Singer: Verschiedene Formen der Meditation: Achtsamkeit, Mindfulness und Mitgef\u00fchl"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"4609\" class=\"elementor elementor-4609 elementor-4602\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"has_eae_slider elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-23953aba elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-eae-slider=\"73025\" data-id=\"23953aba\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"has_eae_slider elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-7074c511\" data-eae-slider=\"21496\" data-id=\"7074c511\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-27052e07 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"27052e07\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>A: Frau Professorin Singer, vielen Dank, dass Sie sich im Rahmen des Kongresses der Akademie Heiligenfeld Zeit nehmen f\u00fcr ein Interview zu den Themen des Kongresses:<br \/>Achtsamkeit, Evolution, Bewusstsein, Menschsein.<br \/>Sie haben heute Morgen einen beeindruckenden Vortrag gehalten zum Thema: Die mentale Schulung von Geist und Herz aus der Perspektive der sozialen Neurowissenschaften. Sie haben vorgestellt, dass Sie in Ihrer Langzeitstudie, dem ReSource Projekt, mit 300 Personen erforscht haben, wie sich Gehirn, Stresserleben und Verhalten durch mentale konzentrierte Achtsamkeits\u00fcbungen ver\u00e4ndern. Was sind die wesentlichen Ergebnisse dieser Studie?<\/p><p>B: Ein wichtiges Ziel dieser Studie war, Meditation oder Achtsamkeit differenziert zu beleuchten und zu erfassen, welche Art der mentalen \u00dcbung welchen Effekt hat. Im Rahmen der multimethodischen Studie haben wir 90 verschiedene Parameter wie subjektives Wohlbefinden, Gehirn, Verhalten, Status des Immunsystems oder hormonelle Regulation erhoben. Dabei haben wir u.a. Gehirnscans und qualitative Interviews durchgef\u00fchrt.<br \/>Wir haben drei verschiedene Meditationsarten verglichen:<br \/>Ein sog. Pr\u00e4senzmodul mit dem Forschungsschwerpunkt aufmerksamkeitsbasierte Achtsamkeit wie auf den Atem zu achten oder per Bodyscan die Aufmerksamkeit auf den K\u00f6rper zu richten. Dabei ging es darum, zu lernen, im Alleinsein mit sich den Geist auf den gegenw\u00e4rtigen Moment zu lenken. Die Wirkung dieser Vorgehensweise haben wir dann mit den Wirkungen der Module Affekt und Perspektive verglichen. W\u00e4hrend das Pr\u00e4senzmodul sich allein auf den Meditierenden richtet, bezieht das Affektmodul durch \u00dcbungen der Herz\u00f6ffnung oder von Mitgef\u00fchl den sozialen Bereich mit ein. Gleiches gilt f\u00fcr das Perspektivmodul, was aber nicht emotionale, sondern sozio-kognitive F\u00e4higkeiten schult wie die Perspektiven\u00fcbernahme. Es geht darum, die Qualit\u00e4t eines inneren Beobachters bzw. eine Vogelperspektive auf eigene Denkmuster sowie eigene Pers\u00f6nlichkeitsanteile zu entwickeln. Zudem wird durch einen Wechsel der Perspektive auch ge\u00fcbt, die gedankliche Perspektive eines anderen einzunehmen, um auch zu erkennen, dass der andere u.U. von v\u00f6llig anderen Glaubenss\u00e4tzen ausgeht als ich.<\/p><p>A: Wie ver\u00e4ndert sich die innere Haltung durch diesen Perspektivwechsel? Wir sind ja geneigt, sofort zu interpretieren oder gute Ratschl\u00e4ge zu geben?<\/p><p>B: Es geht zun\u00e4chst nur darum, den Perspektivwechsel \u00fcberhaupt vorzunehmen und zu \u00fcben. Wie w\u00fcrde das Geschehen z.B. aus der Perspektive der \u201cinneren Zigeunerin\u201c, des \u201eManagers\u201c oder des \u201einneren Richters\u201c beurteilt?<br \/>Es geht darum, die Identifikation mit eigenen Pers\u00f6nlichkeitsanteilen kennenzulernen und dann auch zu lernen, diese wieder loszulassen, in dem Wissen:<br \/>Das ist lediglich ein Anteil von mir. Daneben gibt es zahlreiche andere Anteile und ich bin mehr als alle meine inneren Anteile. Person A schildert z.B. eine Situation aus dem Alltag aus der Perspektive eines eigenen inneren Pers\u00f6nlichkeitsanteils und der Zuh\u00f6rer filtert dann m\u00f6gliche Glaubenss\u00e4tze aus dem Geh\u00f6rten heraus:<br \/>Spricht da eine Art innerer strenger Richter oder eher ein gekr\u00e4nktes Kindchen. Was ist das f\u00fcr ein Mensch und welche Glaubenss\u00e4tze und Gedanken hat dieser Mensch?<br \/>Diese Art der 10 min\u00fctigen Partner\u00fcbung, der sogenannten Kontemplativen Dyade,<br \/>(meditatives Zwiegespr\u00e4ch) wird jeweils zu Beginn der sozialen Affekt und Perspektiven Module in einem drei Tages-Retreat eingef\u00fchrt.<br \/>A:Was sind wesentliche Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Modulen?<\/p><p>B: Die Anwendung und Erforschung der drei Module f\u00fchrte zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Das Aufmerksamkeitspr\u00e4senzmodul ist sehr effektiv, um die Wahrnehmung auf k\u00f6rperliches Geschehen zu richten, mehr in der Gegenwart zu sein und die Aufmerksamkeit zu steigern. Es tr\u00e4gt aber z.B. nicht dazu bei, sozialen Stress zu reduzieren und Mitgef\u00fchl sowie Altruismus zu kultivieren. Daf\u00fcr braucht man dieses Mitgef\u00fchls-Affekt-Modul. Soziale Intelligenz entwickelt sich mit dem \u00dcben der Perspektivdyade, mit der Entwicklung des inneren Beobachters, der diesen kognitiven Vogelflug machen kann. Auch auf neuronaler Ebene beobachten wir je nach Trainingsmodul strukturelle Ver\u00e4nderungen in verschiedenen Gehirnnetzwerken, die diesen verschiedenen F\u00e4higkeiten jeweils zugrunde liegen. Es ist wirklich wichtig zu differenzieren, welche Meditation und welche Achtsamkeits\u00fcbung man jeden Tag praktiziert, weil die Auswirkungen auf Gehirn, K\u00f6rper, Verhalten und auf die Art der Stressverarbeitung verschieden sind. Je nachdem, wo man gerade steht und was man braucht, eignet sich das eine besser als das andere Modul und f\u00fchrt zu unterschiedlichen Ergebnissen.<\/p><p>A: Sie erforschen, wie Menschen in sozialen Bereichen miteinander umgehen. Wir beobachten heute immer h\u00e4ufiger den Verlust einer r\u00fccksichtsvollen Bezogenheit aufeinander. Kann ein mentales Training Bewusstseinsstrukturen, die langj\u00e4hrig in neuronalen Netzwerken gespeichert sind, ver\u00e4ndern?<br \/>Welche Art von Training w\u00fcrde auf einer breiten Basis zu einem liebevollen Umgang miteinander f\u00fchren k\u00f6nnen?<\/p><p>B: Wenn die Qualit\u00e4ten von Mitgef\u00fchl, Liebe und Altruismus gefragt sind, dann sprechen die Ergebnisse eindeutig daf\u00fcr, dass Herzmediationen oder affektive Dyaden\u00fcbungen sehr viel wirkungsvoller sind als z.B. nur auf Aufmerksamkeitssteigerung basierende Achtsamkeits-Apps. Wichtig ist die Schulung von Mitgef\u00fchl, Dankbarkeit und liebevoller G\u00fcte. Das Affekt Modul reicht allerdings nicht aus, wenn z.B. eine Art von \u201eGlobal Compassion\u201c, globales Mitgef\u00fchl, geschult werden soll. Daf\u00fcr braucht es auch die F\u00e4higkeit, sich in Personen kognitiv hineinzuversetzen, die einem nicht nah und vertraut sind und f\u00fcr die man nicht spontan Mitgef\u00fchl entwickeln kann, weil sie einem vielleicht sogar wehgetan haben oder einem wegen der Religionszugeh\u00f6rigkeit v\u00f6llig fremd sind. Zur Entwicklung eines globalen Mitgef\u00fchls muss man diese Menschen in den Kreis des Mitgef\u00fchls einschlie\u00dfen. Daf\u00fcr braucht es Weisheit und die F\u00e4higkeit der kognitiven Perspektiv\u00fcbernahme.<\/p><p>A: Hat sich diese Erkenntnis aus Ihren Forschungen entwickelt oder war das globale Mitgef\u00fchl schon Bestandteil des Trainings?<\/p><p>B: Unser Ziel war, durch die 3-Faltigkeit dieser Module einen Weg in Richtung Entwicklung eines globalen Mitgef\u00fchls anzubahnen:<\/p><p>Als erstes das Basismodul, um \u00fcberhaupt in der Pr\u00e4senz in sich und dem K\u00f6rper anzukommen und zu lernen, seinen Geist zu b\u00e4ndigen. Als zweites kommt dann das emotionale affektive Modul, was diese starke Motivation hin zu Liebe und F\u00fcrsorge entfaltet. Und dann die kognitive dritte Perspektive zur Entwicklung der F\u00e4higkeit und der Weisheit, dass andere Menschen anders sein, andere Glaubens\u00e4tze haben und sich sogar- von der eigenen Perspektive aus gesehen-unverst\u00e4ndlich verhalten k\u00f6nnen. Meine Glaubenss\u00e4tze sind auch nicht absolut, sondern irgendwann gelernt worden, auch wenn manchmal so fr\u00fch, dass ich mir dessen nicht mehr bewusst bin. Diesen Perspektivwechsel zu vollziehen, ist eine wichtige Voraussetzung zur Entwicklung von globalem Mitgef\u00fchl. Denn es ist einfach, Mitgef\u00fchl f\u00fcr seine Kinder zu entwickeln, wenn die nicht gerade nachts durchgeschrien haben, aber schwieriger, dieses f\u00fcr eine Person zu empfinden, die mir wirklich geschadet oder mich verlassen hat oder sich nicht meinen moralischen Grunds\u00e4tzen entsprechend verh\u00e4lt.<\/p><p>A: Also es geht darum, an diesen inneren Vers\u00f6hnungsprozessen zu arbeiten?<\/p><p>B: Genau.<\/p><p>A: Wie Sie beschreiben, gibt es gro\u00dfe Unterschiede,<\/p><p>je nachdem, ob jemand in der Transzendentalen Meditation auf ein Mantra oder jemand anders auf den Namen Jesus Christus meditiert oder ob jemand im Sinne eines Open-Awareness bem\u00fcht ist, diesen horizontalen Pfad zu verlassen, um in einer vertikalen Situation eine tiefere Erfahrung von Leere oder Stille zu machen.<\/p><p>B: Genau, das sind v\u00f6llig verschiedene Formen der Kultivierung des Geistes. Es w\u00e4re zu erwarten, dass die unterschiedlichen Meditationen zu verschiedenen Ergebnisse f\u00fchren. Fingerabdr\u00fccke\u201c der Mediation sind auch im Erleben sehr verschieden. So nehmen Personen w\u00e4hrend einer Herzmeditation eher rote, gelbe und warme Farben wahr. Und beim Gedankenbeobachten eher Dunkelgr\u00fcn, Blau und Schwarz. Das tritt nicht nur bei einer Person zuf\u00e4llig auf, sondern die Wahrnehmungen sind \u00fcber die Teilnehmer sehr \u00e4hnlich<\/p><p>A: Tritt das spontan auf?<\/p><p>B: Spontan. Wir haben w\u00e4hrend der Einweisungen in die verschiedenen mentalen Trainings\u00fcbungen nie explizit \u00fcber Farbwahrnehmungen gesprochen. Die Beobachtungen waren sehr konsistent. Und daher war das schon \u00fcberraschend.<\/p><p>A: K\u00f6nnten Sie sich vorstellen, dass diese Art von Meditation mit Ihrem Raster erforscht werden kann oder m\u00fcsste man daf\u00fcr wieder ein ganz anderes Szenario entwickeln?<\/p><p>B: Open-Awareness kennen wir gut, das passt eher in dieses Achtsamkeits-Pr\u00e4senzmodul. Wer jetzt in einer akzeptierenden liebevollen Weise ein Leben lang Open-Presence Meditation praktiziert, w\u00fcrde auch zu den oben beschriebenen Entwicklungen kommen k\u00f6nnen. Vermutlich f\u00fchren viele Wege zu einem bewussteren und mehr mitf\u00fchlenden Wesen zu werden. Im ReSource Projekt beziehe ich mich nat\u00fcrlich nur jeweils auf einen Zeitraum von drei Monaten mit der Anwendung von s\u00e4kularisierten Trainingsformen, die wir messen k\u00f6nnen, und so m\u00fcssen die Ergebnisse auch verstanden werden.<\/p><p>A: Interne Bewusstseinszust\u00e4nde f\u00fchren zu Verhaltensweisen im Au\u00dfen. Eine Person, die unter Stress agiert, lebt \u00c4rger anders aus als eine entspannte Person. Was w\u00fcrden Sie einer Person als t\u00e4gliche \u00dcbung empfehlen, die ohne therapeutische Mittel lernen m\u00f6chte, anders mit \u00c4rger und Wut umzugehen?<\/p><p>B: Eine Dyaden\u00fcbung des affektiven Moduls schult, jeden Tag eine schwierige Situation aus dem Alltag zu erinnern, das entsprechende Gef\u00fchl und die K\u00f6rperwahrnehmung wahrzunehmen, um darauf mit einer akzeptierenden und mitf\u00fchlenden Haltung zu reagieren.<br \/>A: Man wird sozusagen sein eigener Therapeut?<\/p><p>B: Man lernt dadurch, schwierige Emotionen zu identifizieren, sie zu f\u00fchlen und dann mit Akzeptanz da sein zu lassen und sie nicht wegzudr\u00fccken oder auf andere Personen abzuladen.<br \/>Das ersetzt noch keine Therapie. Aber es ist ein erster Schritt.<\/p><p>A: Darf ich fragen, was in Ihrem pers\u00f6nlichen Leben dazu gef\u00fchrt hat, dass Sie sich so intensiv mit der Erforschung von Bewusstseinsprozessen und deren Ver\u00e4nderungsm\u00f6glichkeiten besch\u00e4ftigen?<\/p><p>B: Ich habe fr\u00fcher bei Oper und Theater gearbeitet und da geht es auch darum, verschiedene Bewusstseinszust\u00e4nde zu explorieren. Mich hat die Frage nach der Plastizit\u00e4t unseres Bewusstseins schon immer fasziniert. Ich habe dann sp\u00e4ter in meinem Leben selbst an vielen Retreats und Workshops teilgenommen, in denen es um Bewusstseinserweiterung oder Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung ging. Die M\u00f6glichkeit zur inneren Transformation hat mich immer fasziniert. Dann habe ich irgendwann mal die Chance gehabt, diese Bereiche in meinem Berufsleben wissenschaftlich zu erforschen.<\/p><p>A: Zun\u00e4chst war die eigene Erfahrung, das pers\u00f6nliche Erlebnis?<\/p><p>B: Genau, sonst h\u00e4tte ich diese Arbeit gar nicht entwickeln k\u00f6nnen, denn ich h\u00e4tte ja gar nicht gewusst, was es \u00fcberhaupt f\u00fcr Praktiken und \u00dcbungen gibt. Es war wichtig, diese selber zu erfahren. Dann haben wir diese \u00dcbungen in vielen Jahren mit vielen Experten weiterentwickelt und verfeinert.<\/p><p>A: Und jetzt geht es Ihnen darum, diese Erkenntnisse nach drau\u00dfen zu bringen!<br \/>Woran w\u00fcrden Sie festmachen, dass die Studienergebnisse in gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen angekommen sind?<br \/>Vielleicht k\u00f6nnen Sie drei Merkmale nennen?<\/p><p>B: Wenn wir erreichen, dass ein paar dieser \u00dcbungen in Schulen zum normalen Curriculum geh\u00f6ren, dass Kinder lernen, wie sie ihre Emotionen regulieren, ihre Gedanken besser steuern, ihr Selbst und ihre Pers\u00f6nlichkeitsanteile besser verstehen k\u00f6nnen, dann haben wir viel geschafft. Weiter w\u00fcrde ich mir w\u00fcnschen, Mitgef\u00fchlstraining und auch Dyaden\u00fcbungen als resilienzst\u00e4rkende Grundausbildung f\u00fcr alle in Krankenh\u00e4user und Pflegediensten anzubieten \u2013 vor allem f\u00fcr die, die viel mit Leid anderer zu tun haben wie z.B. Krankenschwestern und \u00c4rzte, Fl\u00fcchtlingshelfer, Krisenarbeiter, Sozialarbeiter aller Couleur. Schlie\u00dflich sollten Aspekte dieses Training auch im Wirtschafts- und Politikbereich Eingang finden, da auch dort soziale Kompetenzen t\u00e4glich gefragt sind.<\/p><p>A:Krankenkassen teilen mit, dass die zunehmenden psycho-physischen Erkrankungen immer h\u00e4ufiger zu einer Fr\u00fchverrentung mit hohen sozialen Kosten f\u00fchren. Wie k\u00f6nnten die Ergebnisse dieser Studie dazu f\u00fchren, dass z.B. die Zielgruppe der Lehrkr\u00e4fte sich weniger fr\u00fch in den Ruhestand verabschiedet?<\/p><p>B: Wie oben bereits erw\u00e4hnt, w\u00e4re es gut, Programme wie das ReSource Projekt in angepasster Form in diese Institutionen zu birngen. Das w\u00fcrde auf jeden Fall wie unsere Ergebnisse nahelegen die Resilienz und eine bessere Stressbew\u00e4ltigung steigern. Und gleichzeitig mu\u00df aber auch an den jeweiligen institutionellen Strukturen gearbeitet werden.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>A: Es bleibt also viel zu tun. Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Interview gef\u00fchrt von Patricia L\u00fcning-Klemm.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A: Frau Professorin Singer, vielen Dank, dass Sie sich im Rahmen des Kongresses der Akademie Heiligenfeld Zeit nehmen f\u00fcr ein Interview zu den Themen des Kongresses:Achtsamkeit, Evolution, Bewusstsein, Menschsein.Sie haben heute Morgen einen beeindruckenden Vortrag gehalten zum Thema: Die mentale Schulung von Geist und Herz aus der Perspektive der sozialen Neurowissenschaften. 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