4. Symposium des ECR- Institutes – Quantenphysik und Bewusstsein

Date: Dienstag, März 12, 2019 - Mittwoch, März 13, 2019

4. Symposium der existentiellen Bewusstseinsforschung1

Quantenphysik und Bewusstsein

Das 4. Symposium der existentiellen Bewusstseinsforschung befasst sich mit dem Zusammenhang von Quantenphysik und dem Bewusstsein. Wir laden Experten aus den Bereichen Bewusstseinsforschung, Kulturwissenschaften, Kognitionsforschung, Neurologie, Quantenphysik, theoretische Physik und Parawissenschaften ein, in Dialog und in Kontakt zu treten, um mit den folgenden Fragen und Bereichen dem Mysterium des Bewusstseins ein Stück näher zu kommen.

Unter vielen anderen beschreiben Deepak Chopra und Menas C. Kafatos in einem Artikel: From Quantum Mechanics to Qualia Mechanicsi, dass Phänomene in der Quantenwelt ebenso operieren wie das Bewusstsein und, dass Komplementarität, Rekursion und Prozess bzw. Interaktivität zu den analog gesetzten Merkmalen des Bewusstseins gezählt werden können. Auf welcher Ebene sind solche Analogien haltbar? Ludwig v. Bertalanffy untersuchte ausgehend von Analogien die Unterscheidung zu Homologien, um Gesetzmäßigkeiten von lebenden Systemen zu finden. Der Bezug von Systemwissenschaften zum Bewusstsein oder der Quantenphysik wurde damals durch die Ganzheitlichkeit angedeutet, aber nicht mit den heutigen Erkenntnissen in Verbindung gesetztii. Görnitz postuliert die These der Gegebenheit einer sogenannten Protyposis, einen vor-gegebenen und bedeutungslosen Urgrund von Information, deren Ausformungen quantenphysikalisch zu Photonen, materiellen Teilchen und bedeutungsvollem Bewusstsein werden können.iii Marco Bischof arbeitet seit Jahren an eine Erweiterung der Feldtheorien, aufbauend auf Vakuumsforschung, Quantenphänomene und Energieformen.iv Das Prinzip der Komplementarität in einer Generalisierten Quantentheorie wurde unter anderem von Harald Atmaspacher, Römer und Harald Walachv vorgeschlagen und unter anderem von Thilo Hinterbergervi vertieft, während Walter v. Lucadou und Harald Walach mit der GQT Homöopathie und paranormale Phänomenevii grundlegend neu diskutieren. All diese Bereiche führen zu offenen Fragen:

Auf welcher empirischen Grundlage sind weitere Thesen der quantenphysikalischen Prozesse für die erlebbare Wirklichkeit anzunehmen? Ist die Erforschung der Microtubuli die Lösung?viii Ist die Annäherung einer Empirie durch andere Modelle zugänglicher, wie z.B. die Integration Information Theory oder den neuronalen Netze?ix Wie können die Größenunterschiede gekoppelt sein (Generelle Systemtheorie oder Synergetik), um von einer quantenphysikalischen Ebene auf eine Erfahrungsebene zu verbinden? Auf welche Experimente kann aufgebaut werden?

Programm:

12.03.2019
09:00 Prof. Harald Walach: Generelle Quantentheorie und phänomenale Wirklichkeit
10:30 Prof. Peter Mulacz: Neues Denken vs altes Denken – Quanteninflation und -illusion in der Parapsychologie
13:00 Mittagessen
14:30 Marcus Schmieke: Information, Energie und Bewusstsein
16:00 Prof. Hartmut Schröder: Information und Exformation
mit einem Beitrag von Andreas Mascha: Exformation, Informationstiefe und Bewusstsein
17:30 Abschlussdiskussionsrunde des Tages
18:00 Ende
20:00 Abendessen (Restaurant)

 

13.03.2019
09:00 Dr. Walter v. Lucadou: Kausalität und Verschränckung in der Parapsychologie und anderen Humanwissenschaften
10:30 Dr. Marco Bischof: Quantenphänomene in der Biologie
13:00 Mittagessen
14:30 Daniel Dick: Input und Moderation für die Abschlussdiskussion
16:00 Ende

 

 

1 Weiterführende Informationen über vergangene Veranstaltungen sind unter https://www.ecr-inst.com/de/events/ zu finden.

i Chopra, D., & Kafatos, M. C. (2016). From Quantum Mechanics to Qualia Mechanics. In Consciousness – Integrating Eastern and Western Perspectives (1st ed.). New Delhi: New Age Books.

ii Bertalanffy, L. von. (1969). General system theory : foundations, development, applications (Revised ed). George Braziller.

iii Görnitz, T., & Görnitz, B. (2016). Von der Quantenphysik zum Bewusstsein. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-49082-2

iv Bischof, M. (2005). Biophotonen : das Licht in unseren Zellen. Zweitausendeins.

Bischof, M. (2002). Tachyonen, Orgonenergie, Skalarwellen : feinstoffliche Felder zwischen Mythos und Wissenschaft. AT-Verl.

Die Forschungsergebnisse der Verbindung von Vakuumsforschung, Feldtheorien und Quantenphysik ist noch nicht publiziert worden.

v Atmanspacher H, Römer H, Walach H (2002) Weak quantum theory: complementarity and entanglement in physics and beyond. Found Phys 32(3):379–406

vi Hinterberger, T., & von Stillfried, N. (2013). The Concept of Complementarity and its Role in Quantum Entanglement and Generalized Entanglement. Axiomathes, 23(3), 443–459. https://doi.org/10.1007/s10516-012-9187-y

vii Walach, H., Von Lucadou, W., & Römer, H. (2014). Parapsychological phenomena as examples of generalized nonlocal correlations-a theoretical framework. Journal of Scientific Exploration, 28(4), 605–631.

viii Hagan, S., Hameroff, S.R., and Tuszynski, J.A., 2002, “Quantum computation in brain microtubules: Decoherence and biological feasibility,” Physical Review E, 65: 061901-1 to –

Hameroff, S.R., and Penrose, R., 1996, “Conscious events as orchestrated spacetime selections,” Journal of Consciousness Studies, 3(1): 36–53.

ix Tononi, G., & Koch, C. (2015). Consciousness: here, there and everywhere? Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences, 370(1668), 20140167–20140167. https://doi.org/10.1098/rstb.2014.0167

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