Vom Sinn der Frage nach den Sinnzusammenhängen

Sinnzusammenhänge: Das Projekt GesundNet Sächsische Schweiz von Andreas Mascha

Sinnzusammenhänge sich zu vergegenwärtigen wie auch mitzuschaffen, ist zuallererst die Grundlage jeder praktischen Lebenskunst und sinnorientierten Selbstführung ¹. Der Mensch ist – wie auch in der philosophischen Anthropologie Viktor E. Frankls ² klar dargelegt – primär ein sinnsuchendes Wesen. Da die Sinn-Dimension bzw. „noetische Dimension“ (Frankl) des Menschen auch die Primärquelle für Heilung und integrale Persönlichkeitsentwicklung ist, ist sie auch unabdingbar für den Verwirklichungsprozess einer ganzheitlichen Gesundheit, die wiederum auch das Ideal und zentrale Gesundheitsverständnis des GesundNet-Projekts darstellt. ³

Die Sinnorientierung ⁴ ist der innere Kompass für eine bewusste Lebensführung (speziell im Sinne Max Webers Soziologie), um eine dynamische Lebensordnung – auch als die wichtigste Säule der naturheilkundlichen Kneipp-Medizin ⁵ – im Sinne des fortwährenden Prozesses der Weiterentwicklung im konkreten, eigenen Leben zu realisieren.

Im Logos, in der geistigen bzw. Sinn-Dimension des Menschen, ist die Information der auch je individuell richtigen Lebensordnung, d.h. existenziellen Gesundheit potenziell bereits vorhanden und kann wie Frankl immer wieder betonte „entdeckt“ werden. Dieses Entdecken des oftmals zunächst noch verdeckten Sinns entspricht auch der Entbergung der noch verborgenen Wahrheit (griech. aletheia – die Unverborgenheit) auf die auch Martin Heidegger immer wieder verwies. Der Mensch hat über seine geistige Dimension im Prinzip direkten Zugang zum Logos, zum SINN bzw. GEIST, muss dazu aber seine Intuition (im Sinne Henri

Bergsons), sein intuitives Bewusstsein („intuitive mind“ bei Sri Aurobindo), d.h. seine latente Fähigkeit zur geistigen Schau entwickeln. Diese wird wiederum durch eine integrale Persönlichkeitsentwicklung bzw. ganzheitliche Gesundheitsförderung erschlossen und verfeinert. Die Erkenntnis der Sinnzusammenhänge einer Fragestellung oder eines Projekts ist aber nicht nur abstrakte, ja gar blutleere ‚Theorie’ – wobei theoria eigentlich selbst schon Anschauung bedeutet – sondern besitzt und liefert auch die (Sinn-)Energie als (Selbst-)Motivationskraft für die lebensweltliche Umsetzung.

Vor dem Hintergrund dieser sinntheoretischen Überlegungen wollen wir uns nun den Sinnzusammenhängen des GesundNet-Projekts zuwenden.

GesundNet Sächsische Schweiz 

Das LEADER-geförderte⁶ Projekt GesundNet ist ein Vernetzungs-, Informations- und Kooperationsprojekt für die Entwicklung einer „Kompetenz-, Bildungs- und Erlebnisregion des ganzheitlichen und interkulturellen Gesundheitstourismus in der Sächsischen Schweiz“ in Trägerschaft des Integralis e.V.⁷ mit Andreas Mascha als Projekt- und Netzwerkmanager.⁸

Ausgangspunkt für das GesundNet-Projekt war die von der Stadt Bad Schandau beauftragte System- und Machbarkeitsstudie von Andreas Mascha im Jahr 2017 hinsichtlich der besten Nutzungsmöglichkeit des seit über 20 Jahren leerstehenden kommunalen Objekts „ehemaliges Gymnasium“ (Bergmannstr. 4 b, 01814 Bad Schandau) im Hinblick auf die Erweiterung der touristischen Basisinfrastruktur.

Im Anschluss an die Diskussion mehrerer Nutzungsvarianten für dieses zentral gelegene und stadtbildprägende Doppelgebäude, sowie vor dem Hintergrund einer systemischen und historischen Betrachtung der touristischen Potenziale Bad Schandaus, war das Nutzungskonzept des ehemaligen Gymnasiums als interkulturelles Naturheilkundezentrum – Projektname: WORLD LIFE CENTER (WLC) – ein Ergebnis der Studie.

Während es beim WLC vor allem um die Schaffung eines touristischen Attaktors, sowie die Stärkung des (gesundheits-)touristischen Profils im Destinationswettbewerb geht, steht beim GesundNet die Synergie und Weiterentwicklung der regionalen Gesundheitsdienstleister im Vordergrund. „Zielsetzung des Vorhabens ist es, durch die Vernetzung und Verdichtung der vorhandenen, gesundheitlichen, kulturellen und touristischen Angebote und Anbieter, sowie durch ergänzende Innovationen in der Region Bad Schandau bzw. Sächsischen Schweiz (d.h. mit Schwerpunkt in der östlichen Hälfte des Landkreises Sächsischen Schweiz – Osterzgebirge) ein überregional attraktives Netzwerk sowie Zentrum des ganzheitlichen und interkulturellen Gesundheitstourismus zu entwickeln und zu etablieren.“ (GesundNet-Vorhabenbeschreibung)

Stellt das WLC quasi den museumspädagogisch aufbereiteten Wissensspeicher der Großen Heiltraditionen und das begehbare gesundheitswissenschaftlich weltmedizinische Archiv dar, so bieten die Angebote der GesundNet-Netzwerkpartner die Möglichkeit, die Ausstellungsinhalte des WLC auch am eigenen Leib kennenzulernen und unmittelbar zu erfahren, z.B. durch Behandlungen, Anwendungen, Kuren, etc. Dies ermöglicht ein intelligentes und synergetisches Zusammenspiel von ästhetisch aufbereiteter Theorie (gerade im Sinne der theoria als Anschauung) und konkreter Gesundheits- und Heil-Praxis durch Ärzte, Heilpraktiker, Psychologen, Therapeuten, erweitert durch gesundheitstouristische und kulturelle Angebote. Diese Erweiterungen des Netzwerks um ausgewählte kulturelle

Angebote, die über das Eng-Medizinische weit hinausgehen, trägt auch der zukunftsweisenden Idee der Kulturheilkunde Rechnung, wie sie vor allem durch Prof. Dr. Hartmut Schröder, den Linguisten, Lehrstuhlinhaber für therapeutischen Kommunikation an der Viadrina Europa-Universität in Frankfurt/Oder, Doktorvater von Marco Bischofs grandiosem Salutogenese-Werk und wissenschaftlichen Beirat des WLC, entwickelt wurde.

Das GesundNet Sächsischen Schweiz vernetzt die in diesem weiteren Sinne gesundheitsberuflichen Akteure auf einer virtuellen Ebene und stellt somit nicht nur ein hilfreiches Internet-Portal zu gesundheitlichen Belangen für die regionale Bevölkerung dar, sondern ist primär eine wertvolle Orientierungshilfe speziell für den Bereich des Gesundheitstourismus in der Sächsischen Schweiz. Das GesundNet unterstützt einerseits die regionalen Kooperationen im Hinblick auf eine kompetente und starke Fachkräfte-Allianz im Gesundheitssektor und fördert die Einbettung des WLC ins erweiterte regionale Gesundheitssystem der Sächsischen Schweiz. Das WLC bietet andererseits neben seiner allgemeinen Attraktionsfunktion den kultur-, geistes-, natur- und gesundheitswissenschaftlichen Wissens-Pool auch die weltmedizinische Orientierung für die GesundNet-Partner.

Das WORLD LIFE CENTER (WLC) als Herzstück von GesundNet 

Die Kernidee des WLC – eines modernen Health Science Centers bzw. Welt-Gesundheit-Erlebnis-Parks – wurde von mir zusammen mit dem Kulturphilosophen Maik Hosang vor vielen Jahren konzipiert und seither unter Arbeitstiteln wie „SonnenPark“ und „Quellen des Lebens“⁹ konzeptionell weiterentwickelt. Mit Bad Schandau hat die geistige Idee ihren stimmigen lebensweltlichen Ort gefunden und schließt dabei ganz natürlich und unmittelbar an die Stadtgeschichte und historische Tradition als interkultureller Kurort an. Aber was macht Bad Schandau so besonders?

Es war tatsächlich Liebe auf den ersten Blick! Die Schönheit der Natur des Nationalparks Sächsischen Schweiz – und im Besonderen des (Ur-)Waldes – hat mich schon beim ersten Eintauchen bzw. „Waldbaden“ (japanisch: shinrin yoku) im wahrhaft romantischen Sinne verzaubert. Eine Region, die mit solcher Naturschönheit gesegnet ist, ist auch prädestiniert das darin liegende große therapeutische Potenzial im Geist der Naturheilkunde zu nutzen. Es ist kein Zufall, dass gerade hier in der Region die romantische Naturmalerei entstand und z.B. in den Werken Caspar David Friedrichs ihre Klimax fand. Die malerische Natur-Kulisse des Elbsandsteingebirges gehört eindeutig mit zu den schönsten Flecken dieser Erde – und hier spricht in mir der Kosmopolit, der über lange Jahre viele Länder dieser Erde auf allen Kontinenten bereist hat und viele Gesichter unseres schönen Heimatplaneten kennt. Das „kosmische Empfinden“ von dem Nietzsche sprach, wird dem Wanderer (nicht nur Über dem Nebelmeer) durch die intensive Atmosphäre dieser elysischen NATUR (natura naturans) sehr vereinfacht: „Erkennest dann der Sterne Lauf und wenn Natur dich unterweist, dann geht die Seelenkraft dir auf“ wie Goethe dichtete. Ja, hier unterweist die Natur den Lauschenden und Sehenden, wobei diese (neo-)romantische Sicht keine projizierende realitätsfremde Tagträumerei ist, sondern Tiefenschau die zum Wesen der Dinge bzw. „zu den Sachen selbst“ (Edmund Husserl) vorzudringen vermag. Tom Blue Wolf, einem weit gereisten Elder vom indigenen Stamm der Muscogee, kann man nur zustimmen, wenn er sagt: Das Elbsandsteingebirge ist „einer der heiligten Orte, die es gibt.“¹⁰

Rudolf Sendig (1848-1928), der wohl wichtigste Bürger und prägendste Unternehmer und Hotelier von Schandau, das 1920 den Titel „Bad“ verliehen bekam, dichtete über Schandau auch als seine „ewig junge Geliebte.“¹¹ Überhaupt war es schon Anfang des 20. Jahrhunderts Sendigs Vision Schandau zum internationalen Begegnungsort der Weltkulturen über Sport, Leibeserziehung und Gesundheit zu machen. Seine Vorarbeiten zum „Weltsportplatz“¹² inklusive eines „Pleasure and Health Resort Schandau“ auf dem Hochplateau der Ostrauer Scheibe ca. 100 Meter oberhalb Schandaus im geplanten „Neu-Schandau“ waren bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914 weit vorangeschritten. Er hatte die damals relevanten Akteure schon mit im Boot – neben Planern, Trainern, Kapitalgebern und Sportfunktionären auch Persönlichkeiten wie Karl August Lingner, dem Begründer des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden, oder den Künstler Sascha Schneider, der in Bad Schandau 1922 nicht nur das außergewöhnliche, symbolistische Brunnenmosaik der „Allegorie der Heilquelle“¹³ schuf, sondern in Schandau auch ein von ihm konzipiertes „Regeneratorium“¹⁴ plante. Doch der Große Krieg macht die Pläne zunichte und der Weltsportplatz konnte damals nicht realisiert werden. Aber welch große Vision für das kleine Städtchen Schandau: Die Welt zu Gast in Sachen Gesundheit! An diese Vision schließt auch das WORLD LIFE CENTER (WLC) in mehrfacher Hinsicht an und wie der Name schon ausdrückt, geht es um das LEBEN als Ganzes. Ähnlich dem indischen Gesundheitssystem des Ayurveda, dem Wissen vom Leben, (Sanskrit: Ayus = Leben und Veda = Wissen) oder im Hinblick auf das antike Ideal des „guten Lebens“ (griech. eudaimonia) geht es auch im WLC neben der inspirierenden ganzheitlichen Gesundheitsaufklärung um die gute und integral-gesunde Lebensführung im Kontext der realen Lebenswelt des 21. Jahrhunderts.

Lebensreform 2.0 wäre auch eine weitere Überschrift und ein passendes Motto für das WLC, denn mit den vielfältigen Bezügen u.a. zu Dresden/Hellerau war hier auch einer der Hot Spots der Lebensreformbewegung¹⁵. Die bewusste Reformierung der Lebensführung im Hinblick auf eine „Große Gesundheit“ (Nietzsche) ist auch die große Vision, das Telos und der eigentliche Sinn des WLC und Bad Schandau ist dafür nicht nur aus historischen Gründen der stimmige Genius Loci. Wie schon das Update und Upgrade Lebensreform 2.0 andeutet, geht auch nicht nur um eine Rückschau, sondern um das harmonische Zusammenspiel von Tradition und Innovation. Denn abgesehen von den Naturressourcen bietet Bad Schandau auch eine beachtliche gesundheitstouristischen Infrastruktur – genannt werden sollen neben der Kirnitzschtal- und Falkenstein-Klinik hier nur exemplarisch die Toskana Therme Bad Schandau.¹⁶

Wir sind im heutigen 21. Jahrhundert, wir leben in einer globalisierten Welt, ja, wie der Medienphilosoph Marshall McLuhan im Hinblick auf die telematischen Möglichkeiten sagte, leben in einem „globalen Dorf“. Das Welt-Wissen – und hier speziell zu den Großen Heiltraditionen und dem menschheitsweiten Gesundheitswissen – steht uns zur Verfügung. Das WLC ist ein wunderbarer Ort damit in eine lebendige Resonanz zu treten und den je eigenen Weg für die ganz persönliche Lebensreform zu entdecken und zu beschreiten. Dies sind einige wesentliche Sinnzusammenhänge des Projekts, aber es ist auch selbst ein großes Abenteuer, ein Aufbruch zu neuen Ufern von Integraler Gesundheit und Neuer Lebensqualität, ein „Abenteuer des Bewusstseins und der Freude“ wie es bei Sri Aurobindo in seiner großen Dichtung Savitri im Hinblick auf die Evolution selbst heißt.

¹ Vgl. hier auch: Andreas Mascha: Sinnorientierte Selbstführung. ISF-Schriften Band 1, Verlag Andreas Mascha, München 2009. Verwiesen sei in dem Zusammenhang auch auf die Arbeit der Instituts für Sinnorientierte Führung (ISF), das 2008 von Andreas Mascha in Kooperation mit dem Süddeutschen Institut für Logotherapie und Existenzanalyse (SILE) in Fürstenfeldbruck gegründet wurde: www.I-S-F-online.de

² Der Arzt, Neurologe und Begründer der Logotherapie Viktor E. Frankl (1905-1997) baut in seiner Sinn-Lehre ganz wesentlich auf der philosophischen Anthropologie Max Schelers auf. Vgl. Viktor Frankl: Der leidende Mensch. Anthropologische Grundlagen der Psychotherapie, Hans Huber Verlag, Bern 1984

³ Vgl. Walter Böckmann: Psychologie des Heilens, Littera Publikationen im Verlag Andreas Mascha, München sowie die für das GesundNet-Gesundheitsverständnis maßgebliche Arbeit von Marco Bischof: Salutogenese – Unterwegs zur Gesundheit, Drachen Verlag, Klein Jasedow 2010. In Marco Bischofs brillanter Promotionsarbeit sehe ich das Standardwerk der Gesundheitswissenschaften für das 21. Jahrhundert und einen Meilenstein der salutogenetischen Wende. Verwiesen sei hier im Besonderen auf Bischofs Ausführungen zum Gesundheitsbegriff der WHO (a.a.O. Kapitel 7), seine Medizinische Anthropologie und Psychosomatik (a.a.O. Kapitel 8) und das Kapitel 5 das er speziell Viktor E. Frankl gewidmet hat. Auf den Punkt gebracht, spiegelt das salutogenetische Gesundheitsverständnis Bischofs am Deutlichsten das Verständnis und den Begriff von Gesundheit beim GesundNet-Projekt.

⁴ In seiner Schrift „Was heißt: sich im Denken orientieren?“ von 1786 verweist auch Immanuel Kant in seiner Analogie zum Orientierung-Gebenden des Sonnenaufgangs auf die Vernunft (griech. logos i.S.v. Weltvernunft, SINN). Man könnte auch vom Sinn-Kompass zur Denkorientierung sprechen. Vgl. hierzu auch meine Littera-Reihe Sinn-Orientierung im Verlag Andreas Mascha: www.AndreasMascha.de/VAM-littera.pdf

⁵ Bad Schandau ist nach Bad Wörishofen der zweitälteste Kneipp-Kurort. Für alle 5 Säulen der Kneipp-Medizin – und mit der Toskana Therme speziell für die Hydrotherapie – bietet Bad Schandau ein optimales Umfeld.

⁶ Förderprogramm nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Umsetzung von LEADER-Entwicklungsstrategien (Förderrichtlinie LEADER – RL LEADER/2014)

⁷ Nicht zuletzt über das Homo-Integralis-Institut und dem angeschlossenen Institut für Integrierte Sozialökologie (IFIS) besitzt der Projektträger eine besondere Expertise im Bereich der Regionalentwicklung; vgl. z.B. das Projekt SOENNOVA in der Oberlausitz => http://www.homo-integralis.de/Institute/ifis/IFIS.html

⁸ Parallel zur Projektentwicklung hat Andreas Mascha 2017 das FORUM HEILKULTUR in Bad Schandau initiierte, das aus der Arbeitsgruppe für Integrale Gesundheit (AIG) hervorgegangen ist und sowohl eine Plattform für Begegnung und Austausch für das GesundNet-Netzwerk bietet, als auch den Umsetzungsprozess des WLC mit Fachleuten und Mitgestaltern begleitet. Aktuelle Termine können erfragt werden unter: mascha@IntegralManagement.de

⁹ Vgl. die Projektskizze zum „Quellen des Lebens“ in: Maik Hosang: Der integrale Mensch. Homo sapiens integralis, Hinder + Deelmann, Gladenbach 2000, S. 215 ff.

¹⁰ Vgl. Tom Blue Wolf in: http://www.salve-tv.net/videos/de/2015/IPAD/Saxon_Switzerland_Discovery_Tour_deut_p.mp4

11 Vgl. auch: Rudolf Sendig: Im Hotel. Diskrete Indiskretionen, Selbstverlag Rudolf Sendig, Georg Stilke Verlag, Berlin 1920, 1. Kapitel

¹² Vgl. Rudolf Sendig: Im Hotel. a.a.O., S. 168 ff.; und bei Katrin Koritz: Die Welt zu Gast. Rudolf Sendig und seine hochfliegenden Pläne für Schandau, in: Luftschlösser in der Sächsischen Schweiz, edition Sächsische Zeitung, Dresden 2008, S. 16 – 31; sowie online unter: http://www.rudolf-sendig.de/vorhaben.htm

¹³ Dieses beeindruckende großformatige Glasmosaik (3 x 5 Meter) ist immer noch in der Brunnenhalle der Kirnitzschtalklinik in Bad Schandau zu bewundern bzw. hier als Titelbild dieses Artikels.

¹⁴ Zu Schneiders Plänen gymnastischer ‚Regeneratorien’ für „Leute, die nicht ins Sanatorium gehören, sondern gewissermaßen prophylaktisch sich für weitere Arbeit stärken sollen“ und in Erweiterung seines Kraft-Kunst-Instituts (das am 1. Juni 1919 in Dresden eröffnet wurde) siehe: Hans-Gerd Röder: Das Kraft-Kunst-Institut von Sascha Schneider, in: Dresdner Hefte Nr. 57, Beiträge zur Kulturgeschichte, Dresden 1999, S. 22 – 30; sowie: Christiane Starck: Sascha Schneider. Ein Künstler des deutschen Symbolismus, Marburg 2016, S. 246

¹⁵ Auch wenn die Anfänge der Lebensreform in Deutschland schon ca. 150 Jahr zurückgehen, sind die zentralen Ideale einer bewussten und selbstgestalteten Erneuerungsbewegung (im Sinne einer Apokatasthase) weiterhin hoch aktuell. Wirkliche Reformen können auch Revolution(en) beinhalten, daher ist auch die strikte Entgegensetzung „Revolution oder Reform“ wie sie z.B. in der Konfrontation zwischen Herbert Marcus und Karl Popper stereotyp zum Ausdruck kam (vgl. Kösel Verlag, München 1972) keine notwendige. Lebensreform durch Übung ist auch Peter Sloterdijks zentrale Antwort in seinem anthropotechnik-philosophischen Werk bzw.

auf den Imperativ „Du mußt dein Leben ändern“ (Frankfurt 2009). Die „anthropotechnische Wende“ (Sloterdijk) definiert auch den geschichtlichen Kairos dieser Neuen Lebensreform – einer zeitgemäßen Lebensreform 2.0 +. Zu den salutogenetischen Aspekten von Sloterdijks programmatischer Du-mußt-dein-Leben-ändern-Philosophie siehe auch das eigene Kapitel in Marco Bischofs Salutogenese-Buch (a.a.O. Kapitel 17.4).

¹⁶ Neben dem innovativen Liquid Sound Konzept und den Aqua-Wellness-Angeboten bietet die Toskana Therme in Bad Schandau gute Möglichkeiten für Ansätze der Neohydrotherapie wie der Hydrokinese und dem Floaten.

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