Kann die Quantenphysik die Welt verändern?

Viele sind der Meinung, dass die Quantenphysik ein neues Zeitalter einleitet.  Ein neues Paradigma bezeichnet die Wissenschaft dieses neue Zeitalter für ihren Bereich.

Renommierte Quantenforscher wie Zeilinger stehen mit vielen Fragen vor ihren Experimenten und sind sich nahezu alle einig, dass Information eine grundlegende Größe im Universum ist, noch grundlegender wie Raum oder Zeit.

Damit stellt die Quantenphysik nun die Verbindung zum Bewusstsein und der Erforschung des Bewusstseins her, da es nun irgendwie zusammenhängt.

Oft wird nun davon ausgegangen, dass alles Information ist. Das bedeutet für manche, dass alles nur existiert, wenn wir uns dessen bewusst sind bzw. es gemessen wurde. Manche gehen soweit und sagen, es existiert nur Bewusstes.

Die Philosophen, die sich schon seit geraumer Zeit fragen, was eigentlich die Vorbedingungen unseres Wissens ist, melden sich wieder zu Wort. Ist das Denken fundamental? Ist es das Fühlen zuerst? Können wir eigentlich etwas darüber aussagen, was wahr ist und hat das mit uns selbst zu tun?

Die spirituellen und religiösen Richtungen unserer Zeit, wie auch schon die traditionellen religiösen Richtungen haben meist einige Aussagen gemeinsam: Wir sind im Grunde Eins. Und, unser Lebensweg ist von unserer Einstellung und Haltung der Welt gegenüber geprägt. Je positiver man selbst, desto positiver kommt etwas auf einen zu. Folglich wird die Verschränkung der Teilchen, die noch so weit von einander entfernt sind hergenommen, um das zu erklären: Information ist wichtig, nicht nur Information an sich, sondern auch welche. Wir sind mit einander verbunden und es ist egal wo man ist, weil die Verschränkung der Teilchen nicht ortsgebunden, ja sogar nicht zeitgebunden ist.

Somit wandern die Physiker zu den religiösen Ansichten. Die spirituellen und religiösen Praktiker sehen sich bestätigt, wissen aber  meist nicht genau warum und die Philosophen lernen Physik.

Im Grunde klingt das nicht schlecht, doch warum erleben wir uns getrennt? Warum fliegt der Stein, den wir durch die Luft werfen nicht nach unserem intentionalen Willen? Müssen wir nur fester daran glauben? Kommen wir erst in einem erleuchteten Stadium auf die bewusste Erfahrung der Quantenphysik?

Und können damit der Weltfrieden und die ökologische Krise bewältigt werden?

Wir haben mehrere Möglichkeiten: Die Physiker können die Quantenphysik ignorieren, oder sich damit zufriedenzugeben, dass sie im Widerspruch zu allem bisher geglaubten steht. Oder, sie müssen sie eingehend damit befassen. Das ist nicht leicht, zumindest experimentell und mathematisch. Theoretisch ist weniger kostspielig aber auch nicht einfach, denn es braucht einen neuen Rahmen, um das alles zu denken.

Die spirituellen und religiösen Menschen können sich fragen inwiefern denn nun alles verbunden ist oder nicht und wie sie die Quantenphysik denn nun wirklich nutzen können.

Und die Philosophen könnten einmal öfter zu den Physikern über den imaginierten Zaun der Disziplinen steigen und ihnen ein paar Ratschläge für neue Fragen geben.

Die Frage, ob die Quantenphysik die Welt verändern kann, bleibt noch ungelöst, aber sie bietet ein neue Weltsicht, die eine neue Welt möglich macht. Wie wir diese zu verstehen haben, obliegt nun dem Beobachtetem. Doch der Stein fliegt immer noch wie je zuvor.

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