Buchempfehlung: Johannes Heinrichs – „Kritik der integralen Vernunft“

Als Ratgeber zur Schulung interdisziplinärer und ganzheitlicher Denkprozesse in den Bereichen Psychologie, Philosophie, Naturwissenschaften und Spiritualität empfiehlt sich das Studium des zwei Bände umfassenden Werkes von:

Johannes Heinrichs:
„Kritik der integralen Vernunft“, (Bd. 1: Grammatik der menschlichen Bewusstseinsvermögen und Bd.2: Landkarte des Unbewussten)

„Kritik“ wird hier nicht als Tadel oder Bemängelung, sondern vielmehr im Sinne einer möglichst interdisziplinären Sichtung und Prüfung von Erkenntnissen verstanden. Johannes Heinrichs spannt einen Bogen vom rein wissenschaftlichen Denken bis hin zu spirituellen Einsichten, der sich damit zu einer integralen Welt- und Innensicht verdichtet: „Es gibt keine integrale Vernunft als „reine Vernunft͞, das heißt eine bloß denkende Vernunft, weil Vernunft ihrem eigenen Wesen gemäß auch eine intuitiv hörende sein muss.͞(ebd.S. 381)

Die beiden Bände richten sich sowohl an die Adresse der akademisch denkenden Wissenschaftler und Philosophen wie auch an die Adresse von spirituell orientierten Personen, die meinen , sie könnten in der wissenschaftlich ausgerichteten Welt notwendige Erkenntnis- und Denkprozesse ausklammern. Seit ca. 100 Jahren haben sich die Bereiche von Philosophie und einer praktisch ausgerichteten Psychologie getrennt. Nun ist es Zeit, diese beiden Disziplinen wieder zusammen zu fügen.

Im Mittelpunkt stehen zentrale Fragen:

  • Wie kann Bewusstsein als Selbstreflexion verstanden werden?
  • Wodurch wird integrale Selbstreflexion möglich?

„Wenn der Mensch mit seiner Fähigkeit zur Selbstreflexion der Schlüssel ist – was ist dann der Schlüssel zu diesem Schlüssel? Ein Schlüssel braucht normalerweise selbst keinen Schlüssel. Er dient zum Aufschließen von Räumen, nicht zu sich selbst. Der Schlüssel der Selbstreflexion muss jedoch seinerseits selbstreflexiv sein. Er muss doppelt entdeckt werden. Er ist seinerseits der Erschließung bedürftig.͞ (ebd.S. 18)

In seinem Vorwort erweckt Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald Neugierde beim potentiellen Leser, indem er auf die Einmaligkeit des entstandenen Werkes verweist: „Denn wo in aller Welt werden die Bewusstseinsfunktionen des Menschen, von denen wir alltäglich sprechen, wie Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Intuition, aber auch so Grundlegendes wie der gewöhnliche Leerlauf der Gedanken, in ihrer inneren, systematischen Verzahnung behandelt? (Vorwort von Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald. ebd. S. 11)

Die sprachliche Ausgestaltung der Schlussbemerkungen des ersten Bandes lassen die Tiefe der Bewusstseinsebenen des Verfassers Johannes Heinrichs nur erahnen: „Das Strukturelle am Erfassen ist der Strand des Unendlichkeitsmeeres. Als Vernehmende des Unendlichen findet die Vernunft vielmehr ihre Selbstvollendung als Selbstübersteigung im von ihr nicht mehr zu Strukturierenden.͞(ebd.S. 389)

Diese beiden Bände können dazu beitragen, ein sich vertiefendes integrales Welt- und Gesellschaftsverständnis im Hinblick auf Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion zu ermöglichen und zu festigen.

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